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Life stories

About the blog

Life tells a lot of stories. Some of them that I have lived in Italy, Tanzania, Berlin, Frankfurt, New Zealand or the rest of the world I would like to share here. Some might be sad, some philosophical, most will be funny. Most will be in English, but some may also be in German (and on rare occasions in Italian). Feel free to comment on any given story in either of these languages. I would love to hear what you think and feel when you read those stories.
Please also check out the main page of this blog: http://www.lifeisnow.de.

Relations

Life is interesting Posted on Sun, March 03, 2019 20:58:54

You have skin,
just like I do.
You have veins,
just like I do.
We must be related.
Trees of the world,
Guardians of the forests,
Healers of our air.



Reisen und Opfer

Life is ... ja was eigentlich? Posted on Thu, July 26, 2018 03:19:22

Ich sitze in Souq Waqif, freiwillig draußen bei 38Grad C. Hinter mir dudelt arabische Musik, ich blicke auf eine Moschee. Mal wieder bin ich unterwegs, von Deutschland nach Neuseeland. Die 8 Stunden Transit nutze ich, um einen Eindruck von Doha zu bekommen. Der Abschied fällt mir schwer. Nicht so sehr von Deutschland, mehr von meiner Familie und meinen Freunden. Ich weiß, unser aller Leben ist endlich, doch bei meinen Eltern wird mir das mit zunehmendem Alter eben bewusster. Und doch wollte ich nicht dort leben, wo sie sind.
Im Flugzeug hierher las ich einen Artikel über eine Frau, die aus einer mongolischen Nomadenfamilie kommt und jetzt für 18 Monate durch die Welt reist. Mann und Kinder ließ sie dafür zurück. Sie schrieb, dass man für jede Reise, auf die man sich begibt, Opfer erbringen muss.
Dann sah ich auch noch den neuen Film Tomb Raider, da geht es auch darum, dass der Vater seine Tochter für seine Reise zum Grab der japanischen Königin Himiko zurück lässt.
Nun, mein „Opfer“ ist es, dass ich Eltern, Schwestern und Freunde zurück lasse. Ich bin bereit, diesen Preis zu zahlen und doch auch dankbar für die Traurigkeit, die ich beim Abschied empfinde. Sie verbindet mich mit ihnen und ist Ausdruck meiner Liebe.

Welche Opfer erbringst Du, wenn Du auf Reisen gehst?



Ask the question

Life is interesting Posted on Tue, April 03, 2018 08:53:23

I was waiting to board a domestic flight and surprised: both not to be handed a boarding pass, and to hear that „the ladies“ for the particular flight were called for boarding. When I walked towards the airplane, a female crew member greeted me by the plane and I feel uncomfortable admitting I thought she was the flight attendant.

Stepping into the small airplane, there were only two other women seated. The crew member entered as well and closed the door behind her. It turned out she was the pilot and I was about to have my first all female flight ever. I found that quite remarkable by itself. We were chatting a bit, joking about flying to any place we wanted to. The pilot climbed her seat and closed the conversation with the words “ah well, the possibilities are unlimited!”

That was my code word. “So can I sit in the co-pilot’s seat please”, I heard my mouth say. And before I knew it, I was sitting up front!

Needless to say I had a spectacular flight, listening to the radio and chatting away in the few breaks the pilot had on this short flight. I learned about cloud formations and the adventurous spirit of the pilot. Such an inspiration that was!

Lesson learned: Ask the question (don’t hold back)!



Friends

Life is interesting Posted on Mon, February 05, 2018 02:09:45

Friends are priceless, especially those that have seen you grow up since you were a child. They are rare, and if you have one or some in your life from back that age, that is a treasure.

I have one close friend whom I met at the age of 5 at Kindergarten, who went through puberty with me, sharing all our sorrows about boys, then men, about career choices and career changes. We’ve walked very different paths in some ways, and then very similar paths in other ways. I feel extremely fortunate to have her in my life.

Her, her husband and newborn were some of the first visitors I recently hosted here in New Zealand.
One of the conversations I had with her husband, who doesn’t know me that well, was remarkable because it reminded me of a time not too long ago, when I was still working in my job as a big law firm associate – and when I was in a very different place emotionally. The two of them had come to visit me in Berlin at the time, I believe it was the first time that I met her then new love. As much as I enjoyed having them there, I was also quite stressed. It was a weekend but I had some important tasks to finish, and I remember going to work at least one day of that particular weekend. What he recalled now of our first meeting was that he had heard so much about me from our common friend, but that the person he finally met – I – was someone totally different, with empty eyes. “What is it that you see in her?” he had asked his partner, my Kindergarten friend, after our meeting. Now, years later, he said, he can see the sparkle in my eyes, they are alive.

I also recall my friend reminding me already at the time of the changes she perceived in me while working these many hours: the harshness, the coldness, the emptiness. She was a constant reminder and mirror, and I am so grateful for that.

The time back then was part of my path and I am also very grateful for the experiences I made, for the challenges they posed, for the people I met and got to work with. Yet life is so much more colourful today, there’s so much more joy, and I do feel much more connected with myself. To get or stay on that track of happiness, true friends are a huge help.

Thank you, my friend.



Auf Jagd

Life is interesting Posted on Sun, January 14, 2018 06:57:45

Warst Du schonmal auf einer Jagd?

Für mich war es das erste Mal. Dann gleich so:

Mitten im neuseeländischen „Busch“, irgendwo auf der Nordinsel, kaum besiedelt und nur zu Wasser oder Luft erreichbar, liegt Dave‘s Hütte. Dave ist Bienenzüchter und stellt unter anderem den inzwischen so bekannten Manuka-Honig her.

Wir flogen dort per Flugzeug hin. Nach einer Stunde über grüne Landschaften, mit Blick auf Schafe, Rinder, wilde Bäche und Flüsse, Bienenstöcke – und auch hier und da Rotwild – drehen wir einige Runden über die Landebahn um die Schafe zu verscheuchen, die es sich auf dem langgezogenen Grünstreifen bequem gemacht haben. Aus der Luft und ausreichend Entfernung betrachtet sehen die Schafe aus wie kleine weiße Maden und die Rinder wie kleine Blattläuse. Wieder einmal fällt mir auf, dass die Perspektive so entscheidend ist.

Da frage ich mich, wie es aus der Perspektive der Blattläuse und Maden aussieht, wenn ich daher komme und sie zerdrücke weil sie mir in meinem Garten oder sonstwo nicht genehm sind…

Nun, wir sind ja extra zum Jagen unterwegs, da ist wenigstens die Perspektive auf Augenhöhe. Ich halte nichts davon, Tiere aus purem Spaß zu töten und esse wenig Fleisch, meine aber dass jede/r Fleischesser/in auch in der Lage sein sollte, ein entsprechendes Tier zu töten. Dennoch, abdrücken steht für mich gerade nicht auf dem Plan, ich will nur beobachten. Dabei kann ich mir noch nicht recht vorstellen, wie ich reagiere wenn der Schuss fällt.

Kaum angekommen und in Dave’s komfortabler Hütte eingerichtet machen wir uns auf zur ersten „Pirsch“. Alles darf geschossen werden außer Kühe, Schafe und Pferde. Schnell sichten wir das erste Dammwild, die Männer pirschen sich an, kommen jedoch erfolglos zurück.

Einige Stunden marschieren wir über Felder, durch Busch, an Wasserläufen entlang und über Hügel hinweg. Es wird noch einiges Wild gesichtet doch der „Erfolg“ bleibt aus. Bis wir auf dem Rückweg an der Stelle vom Hinweg noch einmal Dammwild sichten. Auf zwei verschiedenen Lichtungen weiden einige Tiere, doch sie hören unsere Schritte und sehen offenbar auch äußerst gut, so dass der nächste Versuch auf einer der Wiesen erneut scheitert. Ein Schuss verfehlt und die Tiere verschwinden im Wald.

Auf der anderen Lichtung wird fröhlich weiter gegrast. Dort geht es als nächstes hin und nachdem wir uns nah genug heran gepirscht haben zielt einer der Männer – und trifft. Ich sehe in einiger Entfernung einen rötlichen Fellkörper liegen. Nahezu automatisch gehen meine Hände an die Stirn und ich danke dem Tier.

Als wir näher kommen stellen wir fest, dass es noch lebt. Leicht blinzelnd, der Körper unnatürlich verdreht, schaut mir das Weibchen direkt ins Gesicht. Ich meine, Traurigkeit und Schicksalsergebenheit zu sehen. Ich merke, wie Traurigkeit in mir aufsteigt. Die Männer brauchen noch einen Schuss, um sie zu töten. Sie schaut mich die ganze Zeit an. Als sie zuckend stirbt laufen mir die Tränen, ich fühle eine tiefe Traurigkeit. Ich versuche, mich noch irgendwie mit dem Tier zu verbinden. Ihr zu danken für ihr Leben, ihr gute Reise zu wünschen ins Reich der Geister, zurück in den Kreislauf der Welt.

Dann beginnt das Zerlegen… meine Traurigkeit weicht dem Interesse. Ich beobachte, wie sie aufgeschlitzt wird, erkenne dass ihr Körper meinem so ähnlich aufgebaut ist – Hals, Bauch, Innereien…

Es ist OK. Und für mich steht jetzt erst recht außer Frage, dass ich nicht nachvollziehen kann, wie man ein Tier nur aus Spaß töten kann. Dieses Leben, dem wir so nah sind.

Ich freue mich auch darüber, dass ich meine Gefühle so wahrnehmen kann, dass sie mich mit meiner Umwelt verbinden. Und bleibe selbst lieber dabei, Tiere nur mit meiner Kamera zu schießen.



Von Jetzt zu Jetzt

Life is ... ja was eigentlich? Posted on Fri, December 08, 2017 05:49:52

Immer wieder erinnere ich mich, dass es darum geht, im Jetzt zu sein, wie herausfordernd das auch sein mag. So schnell gerate ich in diesen Strudel des Alltags, in die gewohnte Bahn meiner Komfortzone: In der es mir zu anstrengend erscheint, die Zeit und Energie aufzubringen um den Menschen, die mir nahe und wichtig sind, eine besondere Freude zu machen und sei es indem ich ihnen meine Zeit schenke. Dann lebe ich mein Jetzt als würde es ständig linear so weiter gehen, dabei weiß ich doch, dass dem nicht so ist: Dass es sich jederzeit verändern kann, ja, dass sich das Leben jeden Moment verändert.

Dabei bin ich mir dessen schon ziemlich bewusst und versuche, meine Handlungen und mein Sein entsprechend auszurichten. Manche Situationen beobachte ich auch wohl wissend, dass die Veränderung kommen wird – und wenn sie dann da ist staune ich doch darüber.

Das ist wie mit dem Tod glaube ich. Wir wissen ja alle dass wir irgendwann, früher oder später, sterben werden. Bei alten Menschen erlebe ich das und werde mir deutlich bewusst, dass sie den Weg einfach nur ein paar Jahre/Jahrzehnte vor mir gehen. Dennoch rückt der Tod meiner Elterngeneration schleichend näher und mit der Krankheit meiner Mutter frage ich mich seit einiger Zeit, wie das wohl werden soll.

Es gibt nichts zu tun, als im Jetzt zu sein (und Notwendiges zu planen). Immer öfter fällt mir dann ein, dass das Universum neutral ist. Dass nichts persönlich ist. Was nicht heißt, dass es unwichtig ist. Man könnte das als kalt und nüchtern empfinden, oder als warm und voller Liebe. Für mich drückt sich so die universale Liebe aus.

In der konkreten Situation mag es dann immernoch eine Herausforderung sein, an diesem inneren Frieden anzudocken. Ich wünsche mir, dass mir das gelingt – von Jetzt zu Jetzt.



Neues Land, neue Möglichkeiten!

Life is funny Posted on Mon, October 02, 2017 23:55:09

Ich habe in einigen Ländern gelebt, und erst kürzlich fiel mir auf, in welcher Form das meinen Horizont erweitert hat. Ich ahne, dass es meine Offenheit maßgeblich beeinflusst hat.
Auch jetzt, mit meinem “Neustart” in Neuseeland stelle ich immer wieder fest, dass manche Dinge hier einfach anders angegangen werden. Bis vor kurzem wäre es für mich unvorstellbar gewesen (ohne dass ich mir darüber groß Gedanken gemacht hätte), dass es in einem westlichen Land keine Kfz- oder gar Flugzeughaftpflichtversicherung geben könnte, und erst nach meinem Kontakt mit spanischer Totenfürsorge ging mir auf, dass andere Länder faktische Lebenspartnerschaften anders schützen als in Deutschland.
Als wir neulich Freunde besuchten, die gerade ihr neues Haus bezogen, kam mir ein weiteres Beispiel unter: Als wir so das Haus besichtigten vernahm ich mit Erstaunen, dass das Haus bereits 90 Jahre alt sei. Bei der Holzbauweise der Häuser hier und der verhältnismäßig jungen Geschichte des Landes ein beachtliches Alter! Ungleich weniger erstaunt war ich, als ich dann hörte, das Haus sei erst seit 15 Jahren an Ort und Stelle! Die früheren Besitzer waren damals einfach mitsamt ihrem Haus umgezogen! Das mag bei der soliden deutschen Bauweise nur in seltensten Ausnahmefällen passieren und würde wohl eher Verwunderung auslösen, ist hier und in anderen Teilen der Welt dagegen nicht unüblich. Andere Länder, andere Möglichkeiten!



On a deeper level

Life is interesting Posted on Tue, May 09, 2017 12:29:04

I went through a bit of an experience lately and even though I am aware that the learning is constant and I have not “arrived” anywhere, never will, I am quite thrilled at the level of relaxedness that my latest learning experience provides me with. On a deeper level, without having to think. Here’s a pretty simple example: I made a mistake while driving the other day and upset a fellow road user in his car. He honked at me and I drove off, not giving it too much thought. I stopped at a shop shortly after and heard someone yelling at me from a car. Sure enough it was that other car driver. He was slightly upset and asked me what I had been doing there earlier. I explained a bit and he told me that I was wrong. And then the amazing thing happened. Instead of arguing (what I am used to), the words came out of my mouth: “I am sorry and thank you for having taken care”. I think I was about as perplex by my words as was the driver. Our conversation ended there. I will make sure I learned my driving lesson (still getting used to left-hand driving;)). And I hope I can keep this up, the automatic reaction with love instead of fighting.



Alles

Life is ... ja was eigentlich? Posted on Tue, March 21, 2017 00:06:22

Alles ist. Ich bin. Ich bin eine Frau. Eine Frau ist Alles. (JN 2015)



Asterix erobert Rom, for real

Life is funny Posted on Thu, January 19, 2017 21:24:59

Ich war neulich zu einem Termin im Krankenhaus. Aufklärungstermin vor der für zwei Tage später angesetzten OP. Der Termin lag in der Mittagszeit und in meiner endlosen Naivität hatte ich mir für den Nachmittag dienstliche Termine gelegt. Naiv, weil ich die nächsten 2,5 Stunden durchs Haus gejagt werden sollte, was mir vorher niemand gesagt hatte: ahnungslos Urin abgeben, warten, Formulare (wiederholt) ausfüllen und abgeben, warten, mit der Ärztin sprechen, warten, warten, warten, bei der Anästhesie anmelden, warten, mit der Anästhesistin sprechen, warten, zum Patientenempfang, Nummer ziehen, warten, mit Nummer 1 sprechen, zur Station, fertig. Alles schön häppchenweise erfahren, als ich zwischendurch jeweils mit meiner roten Kladde wieder bei der Assistentin am Tresen stand. Kurz vor Ende, einen Termin hatte ich bereits sausen lassen, den anderen verschoben, frage ich – leicht ungehalten – wie lange das denn noch so weiter gehen solle, weil ich mir langsam vorkäme wie bei Asterix und Obelix (“Asterix erobert Rom”). Die Antwort: Sie sind gleich durch, und ja das hätte schonmal jemand gesagt, das sei ein guter Vergleich. Immerhin.



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