Gesprächsfetzen beim Vorbeigehen zaubern manchmal in der trübsten November-Stimmung ein Lächeln hervor:
Vor mir läuft ein grauhaariger Mann, an der Hand ein etwa dreijähriger Junge, gut eingepackt mit Mütze bei diesem kalten nebligen Herbstwetter. Sie laufen langsam und halten zwischendurch, um einen Stein oder ein Blatt aufzuheben. Ich will möglichst schnell zur Bahn, muss ja zur Arbeit! Wenn mich der Anblick auch rührt und an meine Kindheit erinnert, überwiegen doch der vermeintliche Zeitdruck und die Ernsthaftigkeit. Während meines “Überholvorgangs” darf ich folgender Unterhaltung lauschen: Der Junge: “Bringt mich heute die Mama zum Kindergarten?” Der Mann, erstaunt: “Aber nein! Heute bringe ich Dich zum Kindergarten, das siehst Du doch!” Der Junge: “Bist Du auch eine Frau?” Der Mann, wieder erstaunt: “Nein, ich bin doch ein Mann! Ich habe doch einen Pimmel!” Dann war ich schon außer Hörweite. Und hastete zur Bahn, mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht.
Life is funny.