Ich war neulich zu einem Termin im Krankenhaus. Aufklärungstermin vor der für zwei Tage später angesetzten OP. Der Termin lag in der Mittagszeit und in meiner endlosen Naivität hatte ich mir für den Nachmittag dienstliche Termine gelegt. Naiv, weil ich die nächsten 2,5 Stunden durchs Haus gejagt werden sollte, was mir vorher niemand gesagt hatte: ahnungslos Urin abgeben, warten, Formulare (wiederholt) ausfüllen und abgeben, warten, mit der Ärztin sprechen, warten, warten, warten, bei der Anästhesie anmelden, warten, mit der Anästhesistin sprechen, warten, zum Patientenempfang, Nummer ziehen, warten, mit Nummer 1 sprechen, zur Station, fertig. Alles schön häppchenweise erfahren, als ich zwischendurch jeweils mit meiner roten Kladde wieder bei der Assistentin am Tresen stand. Kurz vor Ende, einen Termin hatte ich bereits sausen lassen, den anderen verschoben, frage ich – leicht ungehalten – wie lange das denn noch so weiter gehen solle, weil ich mir langsam vorkäme wie bei Asterix und Obelix (“Asterix erobert Rom”). Die Antwort: Sie sind gleich durch, und ja das hätte schonmal jemand gesagt, das sei ein guter Vergleich. Immerhin.